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Christl Aubry-Brückner
Ausbildung für Physiotherapeuten

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Skoliose

Definition

Die Skoliose ist eine Deformierung der Wirbelsäule auf der Frontal- und Sagittalebene (Profilansicht) mit axialer Rotation.

Es handelt sich um eine dreidimensionale morphologische Verformung der Wirbelsäule.

Die Wirbel verschieben und drehen sich zu einer Seite. Dies verursacht in diesem Bereich eine Drehung der Rippen nach hinten, wir sprechen von einem Rippenbuckel seitlich der Wirbelsäule. Es entsteht eine Verformung des Brustkorbs und oft eine Rotation auf Beckenhöhe.

Es gibt zahlreiche Formen von Skoliosen. Die Krümmugen der Wirbelsäule können in unterschiedlichen Höhen und Größen auftreten.

Diagnose

Klinische Untersuchung:

Der Patient wird in folgenden Positionen untersucht:

  • stehend
  • sitzend
  • liegend
  • durch Atemkapazitätstests

Gemessen wird:

  • der Rippenbuckel (nach vorne gebeugt)
  • der Winkel der Krümmung nach Cobb
  • die unterschiedliche Höhe der horizontalen Gesässfalte
  • das Beinlängenverhältnis
  • die Flexibilität der Wirbelsäule

Radiologische Untersuchung:

Röntgenaufnahmen zeigen das Ausmaß der Skoliose, insbesondere anhand des Cobb-Winkels (laterale Verbiegung der Wirbelsäule). Sie ermöglichen auch die Berechnung des Torsionsgrades nach Nash & Moe oder Perdriolle.

Der Risser-Test (Becken-Röntgen) wird zur Beurteilung der Knochenreife herangezogen.

Formetric 4D:

Hierbei handelt es sich um eine Oberflächenmessung des Rückens mittels Kamera. Diese Bildgebung ermöglicht die Messung der Konkavitäten und Konvexitäten, die Kontrolle der Senkrechten (Wirbelsäulenachse) sowie die Überprüfung, ob das Becken horizontal oder geneigt ist.

Es gibt verschiedene Ursachen für Skoliose:

  • idiopathisch (unklare Ursache), betrifft 80% der Skoliosen
  • kongenital
  • Rippensynostose
  • Narbenbildung nach großflächigen Verbrennungen
  • Fehlbildung der Wirbel
  • antalgisch
  • angepasst z. B. ein kürzeres Bein, Beckendrehung, Schiefhals…
  • neurologisch

In manchen Familien treten Skoliosefälle gehäuft auf.

Unterscheidung zwischen irreversiblen und reversiblen Formen:

Ausgeprägte Skoliosen sind meistens irreversibel.

Die Ursachen dieser Skoliosen können sein:

  • angeborene und neuromuskuläre Spondylitiden
  • Tumore
  • Traumata
  • stoffwechselbedingte Formen
  • idiopathische Formen, die die häufigste Gruppe darstellen

Andere Skoliosen sind reversibel, wie antalgische Skoliosen, die auftreten können:

  • nach einem kürzlichen Trauma
  • während und nach einem Bandscheibenvorfall
  • infolge einer schlechten Körperhaltung

Klassifikation der Skoliose

Nach der Anzahl der Krümmungen:

Eine einzige Krümmung ist nur bei Säuglingen oder bei Personen möglich, die immer liegen. Eine aufgerichtete Person kann keine Skoliose mit nur einer Krümmung haben, dies ist physiologisch nicht möglich. Um die vertikale Position einer Person zu gewährleisten, ist mindestens eine zweite Krümmung erforderlich. Manche Skoliosen haben drei oder vier Krümmungen.

Nach den strukturellen Formen:

  • Fixiert: Der Knochen ist bereits deformiert, und der Patient ist nicht mehr in der Lage, eine vollständige Aufrichtung der Wirbelsäule zu erreichen.
  • Nicht fixiert: Der Patient ist mehr oder weniger eingeschränkt in seinen Bewegungen.

Die Krümmungen führen zu einem Verlust der Körpergröße.

Nach dem betroffenen Körperbereich:

  1. thorakale Skoliose
  2. lumbale Skoliose
  3. thorakolumbale Skoliose
  4. double majeure (zwei gleichgrosse Krümmungen)
  5. kombinierte Formen

Kleines Lexikon der Fachbegriffe

CobbRadiologischer Kontrollparameter in zwei Dimensionen → laterale Verbiegung der Wirbelsäule auf der Frontalebene oder Vor- oder Nachhintenbeugung auf der Sagittalebene (Profil)
KonkavitätIm Körperrelief die tiefste Stelle des Körpers
KonvexitätIm Körperrelief die höchste Stelle des Körpers
Korsett/OrthesePassive Therapie zur Aufrichtungerhaltung der Wirbelsäule
KrümmungSeitliche Verschiebung der Wirbel
DerotationTechnik, die während der Übungen verwendet wird
RippenbuckelEinseitige Vorwölbung der Rippen seitlich der Wirbelsäule
PerdriolleRadiologischer Kontrollparameter → Wert der Wirbelrotation
RisserRadiologischer Kontrollparameter → Beurteilung der Knochenreife, des noch voraussichtlichen Knochenwachstums
RotationDie Skoliose weist eine Rotation der Wirbel auf
SkolioseDreidimensionale Deformierung der Wirbelsäule

Definition

Die Skoliose ist eine Deformierung der Wirbelsäule auf der Frontal- und Sagittalebene (Profilansicht) mit axialer Rotation.

Es handelt sich um eine dreidimensionale morphologische Verformung der Wirbelsäule.

Die Wirbel verschieben und drehen sich zu einer Seite. Dies verursacht in diesem Bereich eine Drehung der Rippen nach hinten, wir sprechen von einem Rippenbuckel seitlich der Wirbelsäule. Es entsteht eine Verformung des Brustkorbs und oft eine Rotation auf Beckenhöhe.

Es gibt zahlreiche Formen von Skoliosen. Die Krümmugen der Wirbelsäule können in unterschiedlichen Höhen und Größen auftreten.

Diagnose

Klinische Untersuchung:

Der Patient wird in folgenden Positionen untersucht:

  • stehend
  • sitzend
  • liegend
  • durch Atemkapazitätstests

Gemessen wird:

  • der Rippenbuckel (nach vorne gebeugt)
  • der Winkel der Krümmung nach Cobb
  • die unterschiedliche Höhe der horizontalen Gesässfalte
  • das Beinlängenverhältnis
  • die Flexibilität der Wirbelsäule

Radiologische Untersuchung:

Röntgenaufnahmen zeigen das Ausmaß der Skoliose, insbesondere anhand des Cobb-Winkels (laterale Verbiegung der Wirbelsäule). Sie ermöglichen auch die Berechnung des Torsionsgrades nach Nash & Moe oder Perdriolle.

Der Risser-Test (Becken-Röntgen) wird zur Beurteilung der Knochenreife herangezogen.

Formetic 4D:

Hierbei handelt es sich um eine Oberflächenmessung des Rückens mittels Kamera. Diese Bildgebung ermöglicht die Messung der Konkavitäten und Konvexitäten, die Kontrolle der Senkrechten (Wirbelsäulenachse) sowie die Überprüfung, ob das Becken horizontal oder geneigt ist.

Es gibt verschiedene Ursachen für Skoliose:

  • idiopathisch (unklare Ursache), betrifft 80% der Skoliosen
  • kongenital
  • Rippensynostose
  • Narbenbildung nach großflächigen Verbrennungen
  • Fehlbildung der Wirbel
  • antalgisch
  • angepasst z. B. ein kürzeres Bein, Beckendrehung, Schiefhals…
  • neurologisch

In manchen Familien treten Skoliosefälle gehäuft auf.

Unterscheidung zwischen irreversiblen und reversiblen Formen:

Ausgeprägte Skoliosen sind meistens irreversibel.

Die Ursachen dieser Skoliosen können sein:

  • angeborene und neuromuskuläre Spondylitiden
  • Tumore
  • Traumata
  • stoffwechselbedingte Formen
  • idiopathische Formen, die die häufigste Gruppe darstellen

Andere Skoliosen sind reversibel, wie antalgische Skoliosen, die auftreten können:

  • nach einem kürzlichen Trauma
  • während und nach einem Bandscheibenvorfall
  • infolge einer schlechten Körperhaltung

Klassifikation der Skoliose

Nach der Anzahl der Krümmungen:

Eine einzige Krümmung ist nur bei Säuglingen oder bei Personen möglich, die immer liegen. Eine aufgerichtete Person kann keine Skoliose mit nur einer Krümmung haben, dies ist physiologisch nicht möglich. Um die vertikale Position einer Person zu gewährleisten, ist mindestens eine zweite Krümmung erforderlich. Manche Skoliosen haben drei oder vier Krümmungen.

Nach den strukturellen Formen:

  • Fixiert: Der Knochen ist bereits deformiert, und der Patient ist nicht mehr in der Lage, eine vollständige Aufrichtung der Wirbelsäule zu erreichen.
  • Nicht fixiert: Der Patient ist mehr oder weniger eingeschränkt in seinen Bewegungen.

Die Krümmungen führen zu einem Verlust der Körpergröße.

Nach dem betroffenen Körperbereich:

  1. thorakale Skoliose
  2. lumbale Skoliose
  3. thorakolumbale Skoliose
  4. double majeure (zwei gleichgrosse Krümmungen)
  5. kombinierte Formen

Kleines Lexikon der Fachbegriffe

CobbRadiologischer Kontrollparameter in zwei Dimensionen → laterale Verbiegung der Wirbelsäule auf der Frontalebene oder Vor- oder Nachhintenbeugung auf der Sagittalebene (Profil)
KonkavitätIm Körperrelief die tiefste Stelle des Körpers
KonvexitätIm Körperrelief die höchste Stelle des Körpers
Korsett/OrthesePassive Therapie zur Aufrichtungerhaltung der Wirbelsäule
KrümmungureSeitliche Verschiebung der Wirbel
DerotationTechnik, die während der Übungen verwendet wird
RippenbuckelEinseitige Vorwölbung der Rippen seitlich der Wirbelsäule
PerdriolleRadiologischer Kontrollparameter → Wert der Wirbelrotation
RisserRadiologischer Kontrollparameter → Beurteilung der Knochenreife, des noch voraussichtlichen Knochenwachstums
RotationDie Skoliose weist eine Rotation der Wirbel auf
SkolioseDreidimensionale Deformierung der Wirbelsäule